Aussaatempfehlung für Lophophora

Um die Gattung Lophophora zu vermehren ist die Aussaat die beste Möglichkeit.

Die Aussaat von Lophophora ist verhältnismäßig einfach und an keine Jahreszeit gebunden. Ich ziehe das Frühjahr und den Frühsommer vor, aber Aussaaten im Herbst und Winter sind ebenfalls erfolgreich möglich. Eine Aussaat nach dem Mondkalender, also bei  Neumond kann die Keimquote verbessern.

Lophophora sind Lichtkeimer .Um zur Keimung günstige Verhältnisse zu schaffen, sind drei Faktoren nötig: Licht, Wasser und Temperatur.
Die Keimtemperatur kann variabel sein und zwischen 20°C und 30°C liegen. Eine nächtliche Temperaturabsenkung  begünstigt und fördert die Keimung.

Das Bodensubstrat sollte unbedingt steril sein, um Pilzbefall nach der Keimung zu verhindern. Sollte kein steriler Boden vorhanden sein, ist das Erhitzen des Substrates  in der Mikrowelle eine Möglichkeit dazu.

Ich möchte Ihnen meine Methode vorstellen, mit der ich seit vielen Jahren meine Lophophora und andere Kakteen erfolgreich aussäe.

Die Lophophora-Samen

Meine Lophophora-Samen sind frisch und gründlich gereinigt, also frei von Fruchtfleisch-Rückständen

Eine zusätzliche Beizung sollte daher entfallen. Die Keimquote liegt in der Regel bei ca. 80% .
Eine Beizung mit Chinosol kann unter bestimmten Umständen die Keimung verhindern .

Substrat

Ich verwende ca. 2/3 feingesiebte Blumen-Aussaaterde  und 1/3 gewaschenen Sand. Wenn man dieses Substrat in der Hand fest zusammenpresst und die Hand wieder öffnet, sollte es auseinander fallen. Zum abdecken der Aussaat verwende ich Filterkies. Filterkies ist lichtdurchlässig, lässt also genügend Licht zu Keimung an die Samen durch und gibt den Sämlingen Halt um die neuen Wurzeln im Substrat zu verankern .Ohne Kiesabdeckung sind immer einige Sämlinge dabei, die Ihre Wurzel in die Luft strecken.

Die Aussaat

Das gemischte Substrat wird in einen Plastiktopf gefüllt und leicht angedrückt. Die Samen werden gleichmäßig auf der Oberfläche des Substrates verteilt und ebenfalls leicht angedrückt, damit ein guter Kontakt mit der Erde entsteht.
In eine Topfgröße von  ca. 7x7 cm passen ca. 60-100 Samen.
Wenn man nicht so schnell Pikieren möchte sollte man entsprechend weniger Samen in einen Topf geben.
Danach decke ich die Samen mit Filterkies in Kiesstärke ab.

Ich stelle den Aussaat-Topf für ca. eine halbe Stunde in Leitungswasser .
Dieser Zeitraum ist ausreichend, um eine durchdringende Feuchtigkeit des Substrates zu erreichen.

Der Aussaat-Topf  kommt dann in eine gut verschließbare transparente Plastikbox oder in einen Folienbeutel.
Somit ist für eine längere Zeit für eine konstante Feuchtigkeit gesorgt und Schutz vor  Vermehrungsfliegen geboten, die in  1-2 Tagen alle Sämlinge auffressen können, bevor man diese entdeckt.

Solange sich Schwitzwasser im Behältnis bildet, ist genügend Feuchtigkeit vorhanden, ansonsten muss gegebenenfalls etwas Leitungswasser  hinzugegeben werden.
Die Box oder der Beutel wird an einen hellen Platz ohne Mittagssonne aufgestellt oder an eine im Tagesbetrieb  (12 Stunden Licht) eingeschaltete Lampe gehängt.

Lophophora benötigen ca. 8-12 Tage zu Keimung.
Bei optimalem Licht und Temperatur weisen die Sämlinge eine leicht rötliche Färbung auf.


Sobald sich die Sämlinge zu sehr aneinander drücken kann pikiert werden.
Aus Platzgründen setze ich die Sämlinge ohne diese zu vereinzeln zusammen in einen größeren Topf, jedoch in  Lophophora Erde.
Hier können sich die Sämlinge weiter ausbreiten und kräftigen, bis sie dann endgültig vereinzelt werden.

 

Nun wünsche ich gutes Gelingen und viel Freude mit Ihren eigenen Lophophora-Anzuchten.